Wundtherapie

Allgemeine Ziele der Wundtherapie

Die S3 Leitlinie der DGfW1 benennt die folgenden, wesentlichen Therapieziele:

  • Schaffung lokaler Bedingungen, welche die Abheilung der Wunde ermöglichen
  • Schaffung eines Wundgrundes, der frei von avitalen Belägen, Fremdkörpern und Detritus ist
  • Prophylaxe von Entzündung und Infektionserkrankung
  • Herstellung und Erhaltung eines optimal feuchten Wundmilieus
  • Schutz des Wundrandes und der Umgebung (z. B. vor Mazeration)

Wundbeurteilung im Rahmen der Wundtherapie

Zur Einleitung der geeigneten therapeutischen Maßnahmen ist eine umfassende Beurteilung der Wunde und allgemeiner Patientenkriterien wichtig. Nach Danzer² sollten dabei die folgenden Aspekte genau analysiert werden:

 Wundspezifische Kriterien
  • Nekrose/Fibrinbelag
  • Granulationsgewebe/Epithelgewebe
  • Freiliegende Knochen und Sehnen, Muskelgewebe, Fettgewebe
  • Wundrand und Wundumgebung
  • Exsudation
  • Größe und Tiefe der Wunde, Lokalisation
  • Alter der Wunde
  • Fremdkörper
  • Geruch
Wundinfektion
  • Kontamination
  • Kolonisation (kritische und unkritische)
  • Infektion

Allgemeine Kriterien

Es ist wichtig, den Patienten als Ganzes zu betrachten und nicht allein auf die Wunde zu fokussieren.

  • Alter des Patienten; Grunderkrankungen
  • Immunstatus, Ernährungsstatus und Flüssigkeitshaushalt
  • Hautzustand
  • Druck
  • Schmerz
  • Medikamente
  • Mobilität
  • Psychosoziale Situation

Wundtherapie mit Alginaten

Alginate (wie z. B. TRIONIC Wundauflage) eignen sich gut für mäßig bis stark exsudierende, infizierte und nicht-infizierte Wunden sowie zum Auffüllen von unterminierten, tiefen und zerklüfteten Wunden.

Alginate sind als Kompressen und Wundtamponaden erhältlich. Bei Kontakt mit Wundexsudat kommt es zu einem Ionenaustauch. Kalziumionen werden abgegeben, Natriumionen aufgenommen. Die Alginat-Faser wandelt sich in ein strukturiertes Gel um. Dieses Gel besitzt eine hohe Saugkapazität und schließt Wundexsudat, Zelltrümmer und auch Bakterien ein. ²,³

Allgemeine Kriterien zur Auswahl von Wundauflagen und topischen Anwendungen1

  • Berücksichtigung der Erfordernisse der Wundsituation
  • Erhaltung und Schaffung eines physiologisch feuchten Milieus am Wundgrund
  • Regelmäßige Durchführung von Verbandwechseln, angepasst an die Grunderkrankung, die Erfordernisse der Wunde und die Ziele des Patienten
  • Allergie und Verträglichkeit; Vermeidung von Schmerzen
  • Vermeidung von Mazeration und Austrocknung des Wundrandes und der Wundumgebung
  • Erhalt der Haut-Barrierefunktion ggf. durch zusätzliche Schutz- und Pflegemaßnahmen
  • Berücksichtigung der Haftstärke, Exsudataufnahme- und Exsudatrückhaltefähigkeit der Materialien; Vermeidung von Flüssigkeitsaustritt aus dem Verband
  • Gemeinsam mit dem Patienten getroffene Entscheidung für eine Therapiemaßnahme auf der Grundlage seiner individuellen Präferenzen und der allgemeinen Therapieziele.
  • Praktikabilität für den Patienten
  • Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit
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Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V.(2012) Lokaltherapie chronischer Wunden bei Patienten mit den Risiken periphere arterielle Verschlusskrankheit, Diabetes mellitus, chronische venöse Insuffizienz - S3-Leitlinie - Registrierungsnummer: 091-001. Quelle: Awmf.org  Portal
² Danzer (2014) Chronische Wunden – Beurteilung und Behandlung, 4. Auflage, Kohlhammer
³ K. Protz, J.H. Timm (2014) Moderne Wundversorgung, 7. Auflage, Urban & Fischer / Elsevier

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